Über meine Mikrofone...

Jeder Musiker, der singt oder ein akustisches Instrument spielt, braucht irgendwann ein Mikrofon – entweder um seine Musik aufzunehmen oder wenn er vor einem größeren Publikum auftritt. So war es auch bei mir. Angefangen habe ich mit einem Beyer M 80, das ich mir von meinem Konfirmations-Geld gekauft hatte. Dann kam irgendwann als Gesangsmikrofon das AVL 2000 von AV-JEFE hinzu. War nicht so toll… Als ich dann im Berufsleben stand und etwas mehr Geld verdiente, habe ich mir ein Sennheiser MD 421 geleistet. Das war schon besser! Beim Gesang wechselte ich auf ein Shure SM 58. Nach einiger Zeit stellte ich dann fest, dass Kondensator-Mikrofone auch ihre Vorteile haben. Und so ging es immer weiter...

Mittlerweile habe ich über 250 Mikrofone. Ein paar davon sind aktuell und richtig gut (für Aufnahmen und Auftritte), viele sind älter oder mal aus Neugier angeschafft, und einige sind schöne Vintage-Mikrofone. Aber eines haben sie gemeinsam: Alle Mikrofone, die auf dieser Website zu sehen sind, funktionieren!

Und jedes Mikrofon klingt anders! Als Techniker habe ich mich gefragt, warum das so ist. Natürlich, da gibt es verschiedene Methoden, um Schallwellen in elektrische Schwingungen umzuwandeln, also verschiedene Mikrofonarten. Aber auch innerhalb einer Mikrofonart, also z. B. der dynamischen Mikrofone, gibt es riesige Unterschiede.

Als Techniker war mir klar, dass man diese Unterschiede messtechnisch erfassen kann. Also interessierte ich mich für die technischen Daten der Mikrofone. Und legte für jedes Mikrofon ein Datenblatt an. Soweit möglich, habe ich die Daten technischen Unterlagen der Hersteller entnommen. Wenn solche Unterlagen nicht zur Verfügung standen, habe ich im Internet recherchiert. Diese Daten habe ich aber nur übernommen, soweit ich die Quelle als vertrauenswürdig einstufte und die Daten plausibel waren. Und schließlich habe ich einige Daten auch mittels eigener Messungen abgeschätzt.

Was mir beim Erstellen der Datenblätter aufgefallen ist: Häufig musste ich feststellen, dass vom Hersteller für denselben Mikrofontyp unterschiedliche Daten veröffentlicht worden sind. Dafür gibt es sicher verschiedene denkbare Gründe. Aber für mich ist es auch ein Hinweis darauf, dass man die technischen Daten nicht überbewerten sollte. Sie stellen eine wichtige Orientierungshilfe dar. Aber entscheidend ist doch immer, wie das Mikrofon klingt!